Dienstag, 24.04.2018 – Vortrag: Eziden/Jesiden in der Literatur am Beispiel Karl May, Euskirchen
(bekannt gemacht am 26.03.2018)

„Sie sind sehr brave, sehr fleißige und ehrliche Leute“ - Eziden/Jesiden in der Literatur am Beispiel Karl May

Finissage der Ausstellung „Das Ezidentum“

 
Im Orient-Zyklus von Karl May („Durch die Wüste“ und „Durchs wilde Kurdistan“) kommen neben den Protagonisten Hadschi Halef Omar und Kara Ben Nemsi auch die „Jesidi“ vor, eine auch heute noch weitgehend unbekannte und fälschlicherweise als „Teufelsanbeter“ bezeichnete Religionsgemeinschaft.

Die Leser der Karl May Abenteuerromane gehören zu den wenigen, die die Eziden/Jesiden schon vor 2015, bevor geflüchtete Eziden aus Syrien oder dem Irak zu uns kamen, kannten. Karl May selber hat den Orient erst nach Veröffentlichung seiner Bücher bereist, sein Wissen hatte er aus anderen Quellen übernommen.

 

Welches Bild vermittelt Karl May von den Eziden?

Auf welche Quellen hatte er zurückgegriffen?

Ist seine Darstellung heute noch zeitgemäß?

Diese Fragen werden im Vortrag und Gespräch aufgegriffen.

 
Referent: Dr. Werner Höbsch, arbeitete bis März 2017 als Leiter des Referates Dialog und Verkündigung im Erzbistum Köln. Seine Schwerpunkte waren Theologie der Religionen, Theorie und Praxis des interreligiösen Dialogs. Darüber hinaus ist Höbsch seit vielen Jahren in der katholischen Friedensbewegung Pax Christi aktiv und ein Kenner der Karl May Literatur.

 

Zeit: Dienstag, 24.04.2018, 18:00 Uhr
Ort:  Kreishaus, Foyer, Jülicher Ring 32, Euskirchen